6 Min. LesezeitCarve-out · TSA
TSA-Exit: Sieben Fehler, die IT Carve-outs teuer machen
Warum Transitional Service Agreements länger laufen als geplant und wie Käufer den Ausstieg aus der TSA von Anfang an steuern.
Eine TSA wird teuer, wenn sie ohne Exit-Plan verhandelt wird. Die meisten Verlängerungen haben dieselben Ursachen: Lizenzen, Daten, Verträge und fehlende Werkzeuge, die nicht rechtzeitig adressiert wurden.
1. Die TSA wird nach Systemen statt nach Services geschnitten
Ein Service wie "Rechnungsstellung" hängt an ERP, Druckstrecke, E-Mail-Versand und Archiv. Wer nur Systeme auflistet, übersieht die Kette und kann den Service nicht sauber beenden.
2. Lizenzen werden erst im Cutover geprüft
ERP-, Datenbank- und Microsoft-Lizenzen sind oft nicht übertragbar oder nur mit Zustimmung des Herstellers. Diese Frage gehört vor das Signing, nicht in die Woche vor Day 1.
3. Jeder Service hat ein Enddatum, aber keinen Exit-Plan
Ein Datum in der TSA ist kein Plan. Für jeden Service braucht es den Zielzustand, die Abnahmekriterien, den Verantwortlichen und den Weg dorthin.
4. Datenzugriff wird unterschätzt
Historische Daten aus ERP, CRM und Archiv werden für Steuer, Gewährleistung und Reporting gebraucht. Ohne vertraglich gesicherten Zugriff entsteht eine Abhängigkeit, die die TSA verlängert.
5. Die Ausschreibung startet zu spät
Neue Dienstleister brauchen Wochen für Angebot, Auswahl und Onboarding. Wer erst nach dem Closing ausschreibt, verliert genau die Monate, die die TSA kostet.
6. Kleine Werkzeuge werden vergessen
Angebotsrechner, Freigabe-Workflows, Reports: Viele kleine Anwendungen laufen beim Verkäufer und tauchen in keiner Liste auf. Mit KI-gestützter Entwicklung lassen sie sich heute in Wochen ersetzen, statt die TSA ihretwegen zu verlängern.
7. Niemand hat ein gemeinsames Lagebild
Zwanzig Excel-Listen bei drei Parteien sind kein Steuerungsinstrument. Ein gemeinsames Separation Cockpit mit Abhängigkeiten, Terminen und Status spart Abstimmungsrunden und macht Risiken früh sichtbar.